Albert Meier: Postmoderne: Philosophie – Literatur. Vielmehr findet eine Semiotisierung des Referenten statt, in der das „Ding in der Welt“ selbst zum Signifikanten wird, der sich auf das gleiche (oder ein sehr ähnliches) Signifikat wie der aus sprachlichen Symbolen bestehende Signifikant bezieht. Die erste Kritik an dem Begriff Grammatologie übt Derrida bereits zum Abschluss des ersten Hauptteils des gleichnamigen Werkes selbst: „Grammatologie, Denken, das noch eingemauert bliebe in der Präsenz“. Deconstruction is an approach to understanding the relationship between text and meaning.It was originated by the philosopher Jacques Derrida (1930–2004), who defined the term variously throughout his career. Des Weiteren ist das Modell der semantischen Netze von M. Ross Quillian, das zwar auf verschiedenen Annahmen basiert, aber zu einem ähnlichen Ergebnis gelangt, wiederum mit dem Rhizom verwandt. [19] Die Grammatologie (Wissenschaft von der Schrift) ersetzt somit die Semiologie (Wissenschaft vom Zeichen). Während letzteres lediglich die Bedeutung der „herkömmlichen“ Differenz, also der Nicht-Identität und des inhaltlich Unterschiedenen besitzt, bezeichne das Verb im Französischen und Lateinischen zudem die Tätigkeit des zeitlichen Verschiebens, der sogenannten Temporisation. [48] Weitere wichtige Figuren der Dekonstruktion sind Paul de Man und sein Umfeld an der Yale School. geriert. Das Ergebnis einer solchen Selbstreferenzierung führe zum Kontrollverlust über das eigene Denken, das sich selbst zerfasere in Welten der „Illusion, des Phantasmas und der Halluzination“. Aus den in der Grammatologie getroffenen Unterscheidungen und den damit einhergehenden Konsequenzen für das Verständnis von Sprache, Text und Schrift erwuchs ein literaturanalytisches Verfahren, das als Dekonstruktion bekannt wurde. [9] Der Inhalt der Aussage ist sogar weiterhin verständlich, wenn der Hörer Sandalen oder überhaupt keine Schuhe trägt. Différance is a French term coined by Jacques Derrida. Die real existierende Frucht wird als ein Vertreter der kulturellen Einheit „Birne“ zu einem Signifikanten für das dazugehörige Signifikat, das kraft seiner bestimmten semantischen Extension eine individuelle Konnotation trägt. Daraus müsse allerdings auch geschlossen werden, dass jedweder Versuch eine Metasprache zu erschaffen zum Scheitern verurteilt sei, ja sogar die Geschichte der Philosophie müsse aufgrund ihres fehlerhaften Umgangs mit Schrift und Text umgeschrieben werden: Eng verwandt mit der différance ist das Konzept der unendlichen Semiose, das von Charles Sanders Peirce entwickelt und von Umberto Eco aufgegriffen, kritisiert und weiterentwickelt wurde. Die nicht als theoretisches Konzept, sondern vielmehr als seit jeher wirkende Kraft verstandene différance ist als realer Prozess die Ursache, als von Derrida geschaffener Neologismus dagegen das vorläufige Ergebnis der Reflexionen über das Zeichen und die Schrift. Die Unterscheidung zwischen Signifikant und Signifikat, die als zwei Seiten eines Blattes gedacht werden, ist Derrida zufolge nicht haltbar: Der Ursprung des Signifikats bleibe weiterhin im Verborgenen, außerdem zeitige die bloße Verweisfunktion des Signifikanten eine im Metaphysischen verhaftete Hierarchisierung, durch die das Signifikat ohne den Signifikanten gedacht werden könne. Stefanowitsch stimmt darin Noam Chomsky zu, der in einem Interview polemisch bemerkt, die Arbeiten von Derrida, Althusser und Lacan bestünden zu zehn Prozent aus Binsenweisheiten und vom Rest verstehe er kein Wort. [40] Diese doppelnde Eigenschaft sei konstitutiv für die Metapher und markiere das supplementäre Überschussverhältnis des Textprozesses, indem sie als Metapher eine Metapher für den Text selbst sei. Davon abzugrenzen ist die stellenweise ebenfalls als Grammatologie bezeichnete Schriftlinguistik, die sich mit der Geschichte der Schrift, der Geschichte der Schriftmedien, den Schriften der Welt, der Schriftkultur oder Ähnlichem befasst. Das Wort macht selbst einen Unterschied in der Art, wie es mit dem gleichnamigen Konzept untersucht wird. Phonozentrismus seine Theorie der Schrift entgegenstellt. : δια-φέρειν) Bedeutung, als auch den Vorgang der Verzeitlichung des Zeichens einschließen. Jedoch ließe sich der flottierenden Bedeutungsebene Derridas die in der Sprachwissenschaft gebräuchliche Merkmals-, bzw. [1] Die différance erscheine so als unverzichtbares Phänomen von Sprache, das zugleich für einen Mangel stehe. Für das Gros dieser Autoren stand das (sprachliche) Zeichen im Fokus der theoretischen Betrachtungen. [49] Der Einfluss des Logos ist in seiner Theorie noch allseits präsent. Indem er bekannte Texte immer wieder interpretierend ‚durchquert‘, nötigt er, „dieselben Texte […] etwas gänzlich anderes zu sagen, als das, was sie immer zu sagen schienen […][9]“. Im schulischen Bereich wurde der Begriff in den Ansätzen des produkt- und handlungsorientierten Literaturunterrichts aufgenommen. Jacques Derrida: Original title: L'écriture et la différence: Translator: Alan Bass: Country: France: Language: French: Subject: Philosophy: Publisher: Éditions du Seuil: Publication date. [21] Demzufolge gelte es das von der sprachlichen Seite unabhängige Signifikat des Strukturalismus zu hinterfragen, das kraft seiner Verwurzelung in Theologie und Metaphysik die Rolle des „primum signatum“ als transzendentale, vom Bewusstsein unabhängige, real-seiende Entität annehme. [5] Zeichen sind also „die Resultante sukzessiver und gleichzeitiger Verbindungen von Unterelementen“[6] die Korrelation von Ausdrucks- und Inhaltsebene wird durch einen Code gewährleistet.[7]. Derridas Kritik am Logozentrismus, die er in seiner einflussreichen Grammatologie ausbreitet, erhebt das materielle Zeichen (den Buchstaben) über die mündliche Sprache und über das Gemeinte. Kein Element ist jemals irgendwo anwesend (auch nicht einfach abwesend): es gibt nichts als Spuren. Der Ontologie, die er selbst so sehr zu zerschlagen sucht, ist er noch weitaus eher verhaftet als die sprachanalytischen Philosophien eines Frege, Russell, Wittgenstein oder Austin, die bereits vor dem Erscheinen der Grammatologie die linguistische Wende einleiteten. Er öffne den Blick für Phänomene der Sprache und gebe diesen einen Raum des Erforschens (franz. Ein Zeichen ist nach dem Semiotiker Umberto Eco „[e]ine physikalische Form, die für den Empfänger auf etwas verweist, was diese physikalische Form denotiert, bezeichnet, nennt, aufzeigt, und was nicht die physikalische Form selber ist“[3] oder einfacher: Ein Zeichen ist etwas, das für etwas anderes steht. Komponentenanalyse entgegenstellen, die keinerlei ontologisch oder metaphysisch verwurzelte Unterscheidung von gesprochener und geschriebener Sprache aufweist. Erst wenn der Leser die Wörter nacheinander erfasst und aufeinander bezogen hat, wird das Dargestellte für ihn verständlich. Derrida rekurriert auf die beiden unterschiedlichen Bedeutungen, die die Verben différer im Französischen und differre im Lateinischen tragen, nicht jedoch das griechische Verb διαφέρειν.